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Text im Klang #7 Wien

Oktober 20

impuls Kompositionsaufträgen

 

Luca Bardelle Neues Werk (2026)

Forrest Moody Neues Werk (2026)

Dilay Doğanay Neues Werk (2026)

Joanna Wozny Neues Werk (2026)

 

 

Schallfeld Ensemble

Elisa Azzarà Flöte

Szilárd Benes Klarinette

NN Klavier

Lorenzo Derinni Violine

Myriam García Fidalgo Violoncello

„Text im Klang“ sieht 2026 bereits seiner 7. Ausgabe entgegen. Von Anfang an verstand sich das Projekt als Labor, das mediale Verschränkungen umzusetzen versucht, deren Fokus auf dem Impuls liegen. Texte wie auch der aktive Austausch zwischen Komponist°innen und Autor°innen liefern dabei Initialimpulse zu neuen Kompositionen. Nicht Vertonungen im klassischen Sinn sind dabei intendiert, keine Übersetzungen mit Stimme oder Sprecher°in, keine klanglichen Repräsentationen der Texte – gefragt ist vielmehr der konkrete Text als Movens in seinen zum Beispiel rhythmischen und syntaktischen Qualitäten, in seinen klangsprachlichen Färbungen, in seiner atmosphärischen oder thematischen Dichte, als semantische Widerlager … Die Versuchsanordnung von „Text im Klang“ wird im Rahmen der einzelnen Jahrgänge dabei immer wieder leicht modifiziert: 2014 und 2016 dienten den Komponist°innen Texte verschiedener österreichischer Autor°innen in verschiedenen Paarbildungen als Impulsgeber, bei den Aufführungen wurden Musik und Text teils verschränkt, letztere von einer Schauspielerin oder den Autor°innen selbst vorgetragen, teils dabei auch live oder beispielsweise als bearbeitete Zuspielung in den musikalischen Part integriert. 2018 lag der Fokus für alle Komponist°innen auf einem konkreten Kurztext, 2020 entstanden sowohl Text wie Musik zu einem gemeinsam erarbeiteten Thema völlig neu. 2022 wiederum war Ferdinand Schmatz‘ „das gehörte feuer. orphische skizzen“ der Ausgangspunkt der neuen Kompositionen, die teils Fragmente des Textes sowohl akustisch als auch visuell einbezogen, teils auch vom Autor selbst gelesen wurden, und für 2024 hatte Elfriede Jelinek ihre Zustimmung gegeben, dass jeder ihrer zahlreichen Texte als Impuls und Ausgangspunkt für neue musikalische Werke herangezogen werden kann, die in diesem Fall für die klassische Schubertsche Forellenquintettinstrumentierung geschrieben wurden.

In den künstlerischen Austausch wie Prozess eingebunden sind nicht zuletzt mit Schallfeld Ensemble auch von Beginn an die Interpret°innen, die ihrerseits für die Realisierung mit den Komponierenden in enger Zusammenarbeit stehen und über die Jahre auch in unterschiedlichen instrumentalen Formationen zu erleben sind.

 

2026 jährt sich nunmehr der fünfte Todestag von Friederike Mayröcker, einer der Grandes Dames der österreichischen Literatur. Mit nie nachlassender Neugier arbeitete sie bis zuletzt an einem über 120 Bücher umfassenden, vielfach ausgezeichneten Werk – mit zahlreichen Bezügen zur Musik, bildenden Kunst, Philosophie und Dichtung. In seiner Magie, Bildgewalt und poetischen Radikalität prägte es die deutschsprachige Literatur entscheidend. Klaus Kastberger, der intensiv zu ihrem Werk geforscht und publiziert hat, fungiert diesmal als Vermittler zur Schriftstellerin und ihrem literarischen Ouevre, aber auch ihren musikalischen Vorlieben


Die Stücke werden am 16.10.2026 in Graz uraufgeführt. Weitere Informationen finden Sie auf der impuls website.


Weitere Informationen folgen in Kürze.

Details

  • Datum: Oktober 20

Veranstaltungsort