
© Alexandra Gschiel
SPENDENAKTION
Auch 2026 setzt Schallfeld seine jährliche Spendenaktion für Fördernde unseres Ensembles und der zeitgenössischen Kunst fort.
Nach der Zusammenarbeit des vergangenen Jahres mit Studio ASYNCHROME freuen wir uns, für 2026 mit dem österreichischen Künstler Markus Wilfling zusammenzuarbeiten. Wilfling hat eigens ein originales Kunstobjekt geschaffen — WAHTUVIXOYMYOXIVUTHAW — inspiriert vom Thema unserer Saison 2026: „Spiegelungen“.
Ab einer Spende von 200 € erhalten unsere Unterstützenden eines von nur 30 nummerierten Exemplaren dieses einzigartigen handgefertigten Objekts (27,5x10x10 cm; Eisen verzinkt, Spiegel, Edelstahl, Klebeschrift) von Wilfling — ausschließlich im Rahmen dieser Aktion erhältlich — sowie einen Freipass für alle sechs Konzerte unserer Saison 2026.
Die Eigenschaft des Spiegels, Ausschnitte der Welt (und darüber hinaus) zu verdoppeln und die Symmetrie der ausgewählten Buchstaben sind im Gefäß-Objekt WAHTUVIXOYMYOXIVUTHAW zusammengefasst. Das zufällig aus einzelnen lesbaren Silben zusammengesetzte Textfragment, das auch die Idee wie Sprachen gedacht werden können, aufgreift, lässt sich durch die Spiegelfläche hindurch fließend lesen, überlistet derart die illusionistische Materialität der Spiegelung.
M. Wilfling
Die Spenden für Schallfeld sind in Österreich steuerlich absetzbar.
Weitere Informationen hier oder unter office@schallfeldensemble.com
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und bis bald!
Markus Wilfling
Die konsequente Arbeit von Markus Wilfling im Sinne einer Bedeutungslosigkeitszuweisung, die wiederum alternative gesellschaftliche Formen entbirgt, hat mit einer permanenten Lektüre der Dingwelt als Existenzbedingung zu tun. Ein erheblicher Teil seiner künstlerischen Approximation an die Faltungen des Seins bestehen im Suchen, Sammeln und Archivieren, das dann häufig in Modulation mündet.
Dekomposition, Dekonstruktion und Wahrnehmungsirritation-das sind die zentralen Motive in der Arbeit von Markus Wilfling. Meist holt er die BetrachterInnen dort ab, wo sie sich auskennen-in ihrem kleinen, überschaubaren Alltagsleben-und nimmt sie dann mit in ein seltsames und fremdes Universum-oft nach dem Motto „Through the Looking-Glass“, wo Alice sich selbst oder das, was sie glaubt zu sein, in einer Spiegelwelt wiederfindet oder auch: verliert.
All diese Sinnverwirrungs- und Sinnverschiebungsstrategien, die in der Arbeit von Markus Wilfling ubiquitär sind, führen zu perzeptiven Feinkalibrierungen, durch die die Welt neu und anders gelesen wird. Das, was der Fall ist, stellt sich häufig auf eine Weise dar, wie man es noch nie sehen konnte-oder nie sehen wollte. Das kann faszinieren, aber auch verstören, ganz im Sinne des Künstlers, der eben kein Wellness-Prophet sein möchte, sondern ein Disruptor. Man könnte auch sagen: Ein Spielverderber in dem Sinn, dass er konventionelle Regelsysteme aushebelt und durch seine eigene Taxonomie ersetzt. (Auszüge aus dem Katalogtext von Thomas Mießgang „Das Schreien des Nichts“ in der Publikation „Markus Wilfling standby.on.run“)

© Alexandra Gschiel